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ARCHIV unserer Veranstaltungen

 

CUTLOG 2012
Internationale Messe für zeitgenössische Kunst in Paris
In diesem Jahr waren wir, nach Einladung, das erste mal als Aussteller auf der CUTLOG vom 18.-21. Oktober 2012 in der alten Börse, im Herzen von Paris. Die Messe gilt als der Satellitenausleger der FIAC! CUTLOG | Bourse du Commerce de Paris | 2, rue de Viarmes | 75001 ParisUnter dem historischen lichtdurchfluteten Kuppelraum der Pariser Börse trafen sich Künstler, Sammler, Galeristen, Museumsdirektoren sowie Presse aus aller Welt. Die Pariser Börse findet man in der unmittelbaren Nähe des Louvre und Grand Palais. Wir präsentierten in einer Solo Show Werke der Künstlerin “Eva Bur am Orde” aus Rottweil.Positive Resonanzen auf Weltpremiere
Vom 18. Oktober bis zum 21. Oktober präsentierte die Künstlerin Eva Bur am Orde eine Auswahl ihrer großen figurativen Gemälde, Sieben neue 40cm runde Bilder der Abfolge „impossante Berge“ sowie als Weltpremiere und Highlight auf der Messe den künstlerisch gestalteten Clubtisch, auf dem wichtigsten Satellitenausleger der internationalen Messe für zeitgenössische Kunst fiac, der cutlog – in der großen Halle der Bourse de Commerce in Paris. Die Fachbesucher der ersten Tage, die sich mit Pariser Bürgern mischten, die in der Bourse du Commerce ihren Geschäften nachgingen, waren von der farbenfrohen Darstellung, der Größe und der Intensität der Bilder von Eva Bur am Orde begeistert. Viele Besucher blieben staunend vor den Bildern stehen und freuten sich, wenn die Künstlerin die aufkommenden Fragen bestens beantwortete. Ihr zur Seite stand ihr Kreativteam, welches durch mindestens eine Messehostess erweitert war, welche im Zweifelsfall Übersetzungsdienste leistete.Weltpremiere enthüllt
Großes Staunen bei den Besuchern: Die Künstlerin schaffte es, Kunst in den Alltag einfließen zu lassen. Der eigens für die Cutlog entworfene Clubtisch kann als Highlight der Messe bezeichnet werden. Eva Bur am Orde nahm eines ihrer Bilder und lies dieses durch ein spezielles Verfahren auf Glas bannen. Durch die Unterlegung mit nachleuchtender Folie schimmert diese Glasplatte jetzt bei Dunkelheit in einem angenehmen Licht. Um diese Glasplatte entwurf die Künstlerin einen runden Rahmen, den sie aufwändig mit Pinsel und Farbe bearbeitete. Dieses nunmehr 150cm große Werk wurde mit einer Kabeltrommel. Doch nicht nur, daß Kunst somit ins tägliche Leben integriert werden kann, der Tisch ist in vielfältiger Hinsicht nutzbar: Ob als Konferenz-, Club-, Ess- oder sogar als Schreibtisch – der Kreativität des Nutzers sind keinerlei Grenzen aufgezeigt. Nachdem der Clubtisch seine Liebhaber auf der Messe gefunden hat, kann er ab sofort bei der Künstlerin in Auftrag gegeben werden. Eva Bur am Orde:“Jedes meiner Motive kann Verwendung finden und ich werde die Bemalung auf das Werk ebenso abstimmen wie auf den Ort, an welchem der Tisch aufgestellt werden soll.“ Für die Herstellung eines individuellen Tisches benötigt die Künstlerin etwa 3 Monate und jedes Motiv wird nur einmal erstellt, sodaß ein Kunstfreund bei sich immer das eine Unikat stehen hat. Passend zum Tisch wurden auch Stühle entworfen. Hier spiegelt sich das Motiv des Tisches in Lederstickereien auf der Rückenlehne wieder um eine Gesamtheit des Ensembles zu gewährleisten.Neben dem Clubtisch erregte auch die neue Werkreihe „7 imposante Berge“ das Interesse der Besucher. Eva Bur am Orde hat in dieser Abfolge die höchten bzw. einprägsamsten Berge der Welt Einzel auf Leinwand gebannt und in einer Installation so angeordnet, daß diese wieder der Größe ihrer großen runden Gemälde entsprechen. Ausgehend vom höchsten Berg Deutschlands der Zugspitze erkennt man den Mount Everest, Ayers Rock, Mont McKinley, Aconcagua, Kilimanscharo und zentral in der Mitte postiert Europas höchster Berg, der Mount Blanc.

Vier der großen runden Bilder mit einem Durchmesser von 150 cm konnte die Fachwelt ebenfalls anschauen: Die beiden „Krafttiere“ Eldorado und Lindwurm, sowie die Feuerrose und die französische Frauenrechtlerin Olympe de Gauges. Zwischen jeweils zwei der großen Werke plazierte die Künstlerin Eurephesia und den Götterboten. Um sich auf der Cutlog in allen künstlerischen Varianten zu präsentieren, zeigte die Künstlerin zudem noch eine Reihe von ornamentalen 40cm Bildnissen und als Bonbon auch noch ihre Kleinsbilder.

Viele Fachbesucher, Galeristen, Kuratoren, Sammler und Kunstinteressierte schauten sich den Messetand von Eva Bur am Orde genaustens an. Nachdem jeder zuerst den Tisch mit seinen Händen „streichelte“ liesen die Gäste die Bilder auf sich wirken und waren von der kompetenten Betreuung durch die Künstlerin, dem Kreativteam und den Messehostessen gleichwohl begeistert.

In nächster Zeit ist der Galerist, die Künstlerin mit ihrem Kreativteam damit beschäftigt, alle in Paris gemachten Kontakte aufzuarbeiten und die vielversprechenden Kaufabsichten umzusetzen. Somit kann jetzt schon behauptet werden, Eva Bur am Orde ist im internationalen Kunstmarkt angekommen.

Noch bis zum 31. Januar 2013 zeigt die Künstlerin unter dem Motto “Zeitgeist” eine Auswahl ihres Schaffens in der Wallberg-Gastronomie der Philharmonie Essen und vom 17. März bis 7. April zeigt Eva Bur am Orde Werke in der Galerie im Alten Schloß in Gaildorf. Quelle: Jeremy de Luca

 

CANRAN ZHANG

Sonderausstellung mit Gemälden des jungen chinesischen Künstlers

Ausstellungszeitraum: 14.09.2012 bis 29.9.2012
Ausstellungsort: GALERIE FINE ART | 04109 LEIPZIG | Katharinenstr. 1-3, 1. OGIm Rahmen des Kunstwochenendes, in Leipzig, zeigen wir erstmals 10 seiner Werke in Deutschland.Die Spuren der Geschichte

Canran Zhang beschäftigt sich sehr mit der Geschichte Chinas und dem neuzeitlichen modernen China und verbindet Elemente aus den Zeiten gemeinsam in seinen stimmungsvollen Gemälden. Canran Zhang bezieht sich stark auf die sechziger und siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts und schafft dabei starke realistische Bilder, auf denen die Figuren von alten Fotos und modernen Elementen kombiniert sind.

Seine Gemälde erhalten durch die monochrome Ausführung der traditionellen Teile zur farbigen Ausführung der Moderne eine immense Spannung.

Canran Zhang stellt die historischen Motive der Gesellschaft der 60-iger und 70-iger Jahre und der heutigen Gesellschaft Chinas in seinen Gemälden auf gekonnte Weise gegenüber indem er beide Welten mit einander gekonnt in hoher Qualität verbindet und so, die Spannung der Bilder erhöht.

Er selbst sagt von seinem Tun “Ich will die innere Welt erforschen. Mein Thema ist, wie ich psychische Bilder malen kann. Fast jedes Bild hat psychische Motive, aber heute werden höhere psychische Anforderungen gestellt als früher. Diese Spannung versuche ich in meinen Bildern darzustellen.”

 


 

Werke aus dem Nachlass von Rudolf Voigt zu Gast beim MDR

Gemälde, Zeichnungen und Grafik

Ausstellungszeitraum: 19. September 2012 bis Ende April 2013
Ausstellungseröffnung: 18.September 2012, Beginn 17.30 Uhr
Ausstellungsort: MDR | Haus 16 | Programmbereich Kultur/Wissenschaft | Kantstraße 71 – 73 | 04275 Leipzig
Rudolf Voigt (1925 leipzig-2007 Leipzig), der 1949 die Ausbildung seiner bildnerischen Fähigkeiten in Form privater Studien bei Elisabeth Voigt und Max Schwimmer abschloss, hinterließ ein durch Jahrzehnte reichendes, umfangreiches Werk als Zeichner, Grafiker und Maler. Als neugieriger Mensch probierte er vieles aus, nicht nur hinsichtlich der Thematik seiner Arbeiten, sondern auch in Bezug zur Vielgestaltigkeit der von ihm verwendeten Techniken. So finden wir bis in kleinste Detail minutiös gemalte Bilder, pastöse Malereien, große farbige Bildkollagen aus besonders ausgewählten Tapetenteilchen und Stilleben, deren Grundierung mit feinem Sand durchmischt wurde, so dass eine fast greifbare Oberfläche entstand. Das grosse Interesse und die Freude an der handwerklichen Seite künstlerischer Arbeit zeigt die Bandbreite, über die dieser Künstler hinsichtlich der technischen Möglichkeiten verfügte. Die offensichtliche Freude, für seine Bildgestaltung auch unübliche Vorgehensweisen auszuprobieren, dürfte wohl neben der Grundlegung in seinem Talent auch in der Wahl seines Lebensberufes begründet sein. Rudolf Voigt ist beinahe ein Leben lang als Kunsterzieher tätig gewesen. Aus der Fülle seiner Arbeiten, wobei neben den Bildern noch die Vielzahl der Zeichnungen, die häufig als Studien oder Vorarbeiten in Verbindung zu den Gemälden stehen, und nicht wenige druckgrafische Werke unbedingt zu benennen sind, tritt dem Betrachter ein ungewöhnlich interessierter Mensch entgegen. Offen, zugleich betroffen und bedrückt, steht er den Problemen der Gegenwart in der Welt gegenüber, sieht schmerzerfüllt den Missbrauch, den Zeitgenossen mit den natürlichen Ressourcen treiben, schafft Bildpaare, die Gegenwart und auf sie bezogene denkbare Zukunft zum Gegenstand haben. In anderen Werken versucht er die Verzweiflung Einzelner angesichts des unentrinnbaren Eingespanntseins zwischen dunklen Mächten zu gestalten, die sich hinter grimmigen Masken verbergen, strebt er danach, ein Bild für die Daseinslage der Menschen im östlichen Deutschland seit 1989 zu finden, das hochfliegende und bald enttäuschte Erwartungen zusammenfügt mit der unbarmherzigen Realität und weiß um das Unvermögen, als Künstler eingreifen zu können. Seine Macht endet mit der Fertigstellung des Bildes und nun ist es dem Betrachter überlassen und seiner Erlebnisfähigkeit, seinem Wollen, sich auf Bilder einzulassen und seiner Sensibilität, Bildsignale empfangen zu können. Gerade hier findet sich bei Rudolf Voigt der Ansatz zu skurrilen Elementen, um durch Übersteigerung, gewollte Umformung von Proportionen, Brechung gewohnter Sichtweisen den Betrachter aus der Routine der Bildaufnahmen herauszureißen. In seinen Gestaltungsweisen sind klassisch realistische Züge ebenso zu finden, wie neusachliche oder surrealistische Anklänge. Die eigene Handschrift ist dagegen verborgen, es bleibt zu vermuten, dass es ihm darum in erster Linie nicht zu tun war. Seine Werke sollten als Mitteilung verstanden werden. Sucht der Betrachter dennoch nach Eigenheiten, dann wird er Erzählfreudigkeit und Leidenschaft für Skurriles entdecken und dabei sehr bald auf die „Narrenzüge“ des Künstlers stoßen: Buntfarbigkeit des Lebens, heitere Gelassenheit, derber Humor, fröhliches Treiben, makabere Absonderlichkeiten, Unalltägliches, Schelmenhaftigkeit – Rudolf Voigt ein fabulierender Erzähler.
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FREIMAURERISCHE MOTIVE IN DER KUNST

Die Sprache der Symbole

Ausstellungsbeginn: 3.08.2012 bis 28.09.2012
Vernissage 3. August 2012, Beginn 19.30 Uhr
Ausstellungsort: GALERIE FINE ART | 04109 LEIPZIG | Katharinenstr. 1-3, 1. OG
Mit freundlicher Unterstützung der Leipziger Freimaurer Loge „Minerva zu den drei Palmen“

Das gesamte Wissen der Menschheit drückt sich durch Sprache und Schrift aus. Die Schrift erst machte es möglich, Wissen nachhaltig mitzuteilen, und zwar über Generationen. Schrift machte unser Wissen zeitlos . Schrift machte unser Wissen vermittelbar. Der Ursprung der Schrift aber ist das Symbol, ist die bildhaft verkürzte Darstellung eines erkennbaren, bildhaften Motives. Uns ist heute die Schrift unseres Kulturkreises derartig eigenständig im Bewusstsein, dass wir die Ursprünge der Buchstaben und Zahlen nicht mehr als Symbole zu erkennen vermögen. Runen, Hieroglyphen oder die vorgefundenen Reste anderer früherer Kulturen erkennen wir dagegen sehr wohl noch als Bilder, auch, weil wir deren Bedeutung anders nicht zu deuten vermögen. Wer heute jedoch einen Sprache wie Chinesisch, japanisch oder Koreanisch erlernen möchte, kommt nicht um die Aufgabe einer Bilddeutung herum. Diese Schriften lassen sich für uns nur erfassen, wenn wir sie wieder auf einer zweiten Bewusstseinsebene als Bilder zu erkennen suchen. In der Sinologie, wie im Althebräischen sind für uns durchaus noch ikonographische Metaphern erkennbar. Noch bevor der Mensch eine differenzierte Sprache entwickelte, drückte er sich in ebendiesen Metaphern, in Bildern und Symbolen aus. Wir alle kennen die Höhlenmalerei von Altamira oder vom Brandberg in Südafrika.. Diese Mitteilungen enthalten nicht einen einzige Buchstaben. Und dennoch haben frühe Menschen ganz offensichtlich auf diesem Wege miteinander kommuniziert. Alle auf die gleiche Weise, um den gesamten Erdball.

Ob wir uns die Aborigines, die Ureinwohner des isolierten Inselstaates Australien ansehen, oder die Knochenschnitzereien der Inuit, oder wie wir sie respektlos nennen,: der Eskimos – überall teilte man sich durch Bilder mit. Erst die Keilschrift der Sumerer – nichts weiter als buchhalterische Symbole und Zahlen in ihrer ursprünglichsten Form -, brachte uns der heutigen Schrift ein Stückchen näher.

Erläuterung des Gemäldes: Leinwand als Arbeitstafel Äußerst kurios ist der aktuellste Entwicklungsschritt, nämlich wieder zurück zu einer ursprünglicheren Bildsprache. Auf allen Flughäfen der Welt finden Sie inzwischen die gleichen, sogenannten „Piktogramme“ wieder. Der Wunsch nach einer universellen „Verstehbarkeit“ führt uns aus dem gleichen Grunde wieder auf das Bild zurück, wie sich auf der Vielvölker-Arbeitsstätte der altägyptischen Hochkultur die Hieroglyphensprache entwickelte. Und die gleiche Motivation führte zur Entwicklung der freimaurerischen Arbeitstafel im Zentrum der Tempelarbeiten. Freimaurerische Symbole sind nämlich ebenfalls universell. Ob ich eine Tempelarbeit in Australien, Afrika, Amerika oder Ägypten besuche, ich finde überall die gleichen Symbole auf den Arbeitsteppichen des jeweiligen Grades vor. Das alleine macht die Freimaurerei zwar noch nicht universell, aber es hilft uns dabei, uns kosmopolitisch zu verständigen. Der überwiegende Teil unserer freimaurerischen Ikonographie ist bekannterweise der Metaphorik der Dombauhütten entnommen. Hochgradsysteme machen jedoch auch Anleihen in der Kabbalistik und in der Alchimisten-Ikonographie. Sicherlich ist die Steinmetzsymbolik irgendwann erschöpft gewesen und man hat sich für weitere Ursprünge interessiert. Jeder neuaufgenommene Bruder wird in Instruktionslogen behutsam in die Bedeutung der Symbole auf dem Arbeitsteppich eingeführt. Manch einem erschließt sich die Bedeutung der dargestellten Metaphern erst, wenn er die Relationen der Motive untereinander logisch einzuordnen versteht. Aber auch grundlegende, allgemeingültigere Bedeutungen lassen sich bereits bei oberflächlicherer Betrachtung ableiten. Freimaurerische Symbolik dient also primär der Verständigung und dem Erfassen symbolisch dargestellter Zusammenhänge. Dabei ergibt sich für viele Freimaurer ein überraschender Effekt : Symbole werden nämlich durchaus besser erinnert, als schriftliche Abhandlungen. Zur Erfassung der abstrakten Bedeutung gesellt sich das unterstützende, bildhafte Gedächtnis. Diese Form der Verinnerlichung kannten also die Väter unserer heutigen Freimaurerei sehr gut. Wenn ich nach meiner persönlichen Interpretation des allgemeinsten freimaurerischen Konzeptes gefragt werde, spreche ich gern von einem sogenannten „Selbsterziehungs-System„. Und die Basis dieses Selbsterziehungs-Systemes finde ich auf jedem Arbeitsteppich jeder Loge dieser Welt wieder. Johann Wolfgang von Goethe hat das wichtige Wort geprägt : “ man sieht nur, was man weiß“, und so enthält diese Tafel im Zentrum der Freimaurer-Tempel neben den sichtbaren Metaphern auch eine große Zahl an unsichtbaren Relationen, die sich uns erst erschließen, wenn wir gelernt haben, sie zu verstehen. Hierfür führen die Logen ebenfalls Unterrichte und Instruktionen durch, die über das rudimentäre , für die normale Tempelarbeit erforderliche Wissen hinausgehen. Diese Unterrichte zu besuchen gehört zur freiwilligen Arbeit am „rauhen Stein“. Sich selbst so zu bezeichnen ,- als rauher Stein, den er zu einem kubischen Stein formen will, damit er in das große, wohlgeordnete Gebäude der Menschlichkeit passe, -zeigt vielleicht am Besten, dass sich der Freimaurer als Mensch vollkommen in das Schema der freimaurerischen Ikonographie einzupassen bereit ist. Seine aufrechte Verhaltensweise am Winkelmaß auszurichten und den Radius, den Wirkungskreis seines Verhaltens, durch einen Zirkel auszudrücken sind dabei noch die rudimentärsten dieser Symbole, die der Freimaurer auf sich selbst beziehen kann. Aber die Identifikation mit diesen bildhaften Vorstellungen gibt ihm die Möglichkeit, sich selbst in die Darstellung auf der Arbeitstafel zu integrieren. Wer den Arbeitsteppich als bloße Dekoration versteht, hat nichts von der Freimaurerei verstanden. Wer aber an seinem persönlichen Verständnis für Zusammenhänge und Metaphern arbeitet, der wird ein Freimaurer sein, dem ein Instrumentarium an die Hand gegeben wird, dass ihm auch außerhalb der Loge hilft, sein Verhalten zu überprüfen und nach Kriterien auszurichten, die von vorgehenden Generationen überprüft und für richtig befunden wurden – und unter diesen Vorgängern waren einige der wohl gescheitesten Köpfe der Menschheit.

Mit jedem neu aufgenommenen Bruder wiederholt sich also die Instruktion. Diese Wiederholungen werden im allgemeinen als willkommen eingestuft, denn so kann man sein eigenes Wissen, die eigene Erinnerung immer einmal wieder auffrischen.

Ohne es zu wissen oder zu wollen, leistet also der neu aufgenommene Bruder bereits seinen ersten Beitrag zum Gemeinwohl der Bruderschaft. Einer warmherzigen Bruderschaft anzugehören, mit ihr die gleiche Sprache, die gleichen Rituale, und nicht zuletzt die gleichen Symbole zu teilen, das Bewusstsein, mit tausenden von Brüder die über den ganzen Erdball verstreut sind, die gleichen universellen Gedanken zu teilen, das stärkt das Selbstwertgefühl eines Freimaurers. Bestandteil einer globalen Idee zu sein, deren kosmopolitische Substanz sich in Symbolen manifestiert, die von jedem Bruder auf die gleiche Weise gedeutet und verstanden werden, das gibt ihm die Möglichkeit, jeden Bruder, wo immer er ihn antrifft, als einen solchen zu erkennen und zu empfinden. Die Freimaurerei als globales Selbsterziehungssystem, deren Basis eine simple Arbeitstafel darstellt, diese Idee allein ist für mich schon so verblüffend genial, dass es mir nicht gelingen mag, etwas vergleichbares in anderen , sogar ähnlich konstruierten Vereinigungen zu entdecken. Kein anderes, heute existierendes System hat die Sprache der Symbole auf solch komplexe Weise perfektioniert. QUELLE: Jens Rusch

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Eva Bur am Orde’s „Zeitgeist“ zu Gast bei Fine Art

Ausstellung Zeitgeist 

Vom 15. April bis 4.Mai 2012 präsentierte sich in der Westarkade des Gohliser Schlößchens in Leipzig Eva Bur am Orde’s „Zeitgeist“.
Der „Zeitgeist“ ist eine Auswahl der figurativen Werke der Künstlerin der vergangenen zwei Jahre.

Überrascht war die Malerin von der positiven Resonanz der Besucher. „Da sind mehr Leute an einem Tag in der Ausstellung, als im Bildermuseum während der Woche“, so ein Leipziger Kunstkenner. Das die strahlenden Motive Eindruck hinterlassen haben, zeigt sich auch daran, daß die bekannte Galerie Bodo W. Hellmann Fine Art nunmehr die Künstlerin vertritt und diese in den nächsten Jahren aktiv unterstützen wird. Bodo W. Hellmann ermöglicht es dem „Zeitgeist“ zudem in etwas reduzierter Form weiterhin in Leipzig bleiben zu können. In der Galerie in der Katharienenstraße 1-3 werden sechs der Werke gezeigt.

Am 28. September verläßt der „Zeitgeist“ allerdings Leipzig um zum nächsten Spielort der Wanderausstellung umzuziehen. In der Philharmonie (Walberg-Gastronomie) in Essen wird der Zeitgeist erneut aufleben und dort bis Ende Januar 2013 den Besuchern der Kultureinrichtung die strahlende Schönheit von beispielsweise dem „7.Himmel“ , „Götterbote“ oder „Skull & Bones“ vermitteln. In etwa einem Jahr wird der Zeitgeist nochmals wandern. Dann ist er in der Hansestadt Lübeck zu Gast.

Eva Bur am Orde “ Es war mir eine Ehre, meinen Zeitgeist in Leipzig zu präsentieren. Besonders freute mich das große Interesse bei den Besuchern meiner Ausstellung. Durch die Zusammenarbeit mit der Galerie Bodo W. Hellmann Fine Art bin ich mir sicher einen kompetenten Partner gefunden zu haben, der meine Arbeit schätzt und ich freue mich auf erfolgreiche Jahre.“ Weiterhin äußerte die Künstlerin “ Besonders die Verlängerung des Zeitgeistes in Leipzig zeigt mir, daß Leipzig eine Stadt ist mit mannigfaltigen Ausprägungen ist und einem hohen Interesse an zeitgenössischer Kunst.“

In den nächsten Wochen wird die Künstlerin verstärkt in ihrem Atelier arbeiten, denn nicht nur die Besucher sollen neue Werke gezeigt bekommen, auch die Sammlerkreise warten schon auf neue Bilder der Ausnahmekünstlerin.

 

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Rudolf Voigt (1925 Leipzig- 2007 Leipzig)
Frühe Zeichnungen und Gemälde
Ausstellungszeitraum: 16. März bis Ende Mai 2012
Ausstellungsort: Katharinenstr. 1-3, 1. OG
Rudolf Voigt, der 1949 die Ausbildung seiner bildnerischen Fähigkeiten in Form privater Studien bei Elisabeth Voigt und Max Schwimmer abschloss, hinterließ ein durch Jahrzehnte reichendes, umfangreiches Werk als Zeichner, Grafiker und Maler. Als neugieriger Mensch probierte er vieles aus, nicht nur hinsichtlich der Thematik seiner Arbeiten, sondern auch in Bezug zur Vielgestaltigkeit der von ihm verwendeten Techniken. So finden wir bis in kleinste Detail minutiös gemalte Bilder, pastöse Malereien, große farbige Bildkollagen aus besonders ausgewählten Tapetenteilchen und Stilleben, deren Grundierung mit feinem Sand durchmischt wurde, so dass eine fast greifbare Oberfläche entstand. Das grosse Interesse und die Freude an der handwerklichen Seite künstlerischer Arbeit zeigt die Bandbreite, über die dieser Künstler hinsichtlich der technischen Möglichkeiten verfügte. Die offensichtliche Freude, für seine Bildgestaltung auch unübliche Vorgehensweisen auszuprobieren, dürfte wohl neben der Grundlegung in seinem Talent auch in der Wahl seines Lebensberufes begründet sein. Rudolf Voigt ist beinahe ein Leben lang als Kunsterzieher tätig gewesen. Aus der Fülle seiner Arbeiten, wobei neben den Bildern noch die Vielzahl der Zeichnungen, die häufig als Studien oder Vorarbeiten in Verbindung zu den Gemälden stehen, und nicht wenige druckgrafische Werke unbedingt zu benennen sind, tritt dem Betrachter ein ungewöhnlich interessierter Mensch entgegen. Offen, zugleich betroffen und bedrückt, steht er den Problemen der Gegenwart in der Welt gegenüber, sieht schmerzerfüllt den Missbrauch, den Zeitgenossen mit den natürlichen Ressourcen treiben, schafft Bildpaare, die Gegenwart und auf sie bezogene denkbare Zukunft zum Gegenstand haben. In anderen Werken versucht er die Verzweiflung Einzelner angesichts des unentrinnbaren Eingespanntseins zwischen dunklen Mächten zu gestalten, die sich hinter grimmigen Masken verbergen, strebt er danach, ein Bild für die Daseinslage der Menschen im östlichen Deutschland seit 1989 zu finden, das hochfliegende und bald enttäuschte Erwartungen zusammenfügt mit der unbarmherzigen Realität und weiß um das Unvermögen, als Künstler eingreifen zu können. Seine Macht endet mit der Fertigstellung des Bildes und nun ist es dem Betrachter überlassen und seiner Erlebnisfähigkeit, seinem Wollen, sich auf Bilder einzulassen und seiner Sensibilität, Bildsignale empfangen zu können. Gerade hier findet sich bei Rudolf Voigt der Ansatz zu skurrilen Elementen, um durch Übersteigerung, gewollte Umformung von Proportionen, Brechung gewohnter Sichtweisen den Betrachter aus der Routine der Bildaufnahmen herauszureißen. In seinen Gestaltungsweisen sind klassisch realistische Züge ebenso zu finden, wie neusachliche oder surrealistische Anklänge. Die eigene Handschrift ist dagegen verborgen, es bleibt zu vermuten, dass es ihm darum in erster Linie nicht zu tun war. Seine Werke sollten als Mitteilung verstanden werden. Sucht der Betrachter dennoch nach Eigenheiten, dann wird er Erzählfreudigkeit und Leidenschaft für Skurriles entdecken und dabei sehr bald auf die „Narrenzüge“ des Künstlers stoßen: Buntfarbigkeit des Lebens, heitere Gelassenheit, derber Humor, fröhliches Treiben, makabere Absonderlichkeiten, Unalltägliches, Schelmenhaftigkeit – Rudolf Voigt ein fabulierender Erzähler.

NIKOLAUS HIPP
ALLES ist LICHT
Ausstellungsdauer 30.09. – 31.12.2011
Adresse: GALERIE FINE ART | Ferdinand- Lassalle- Str. 22 | 04109 Leipzig
Öffnungszeiten: Mo.- Do.: 10.00 – 20.00 Uhr | Fr.: 10.00 – 18.00 Uhr und nach Vereinbarung
über 0151-17267512
 

Dass Claus Hipp, der erfolgreiche Geschäftsführer des gleichnamigen Familienunternehmens für Babynahrung, unter seinem Taufnamen Nikolaus Hipp eine nicht minder beachtenswerte Karriere als Künstler gemacht hat, ist nicht vielen bekannt. Markus Sattler hat den Maler, Lithographen, Bühnenbildner und Kunstprofessor in seinem Atelier bei Pfaffenhofen an der Ilm besucht: Hipp erzählt von seiner künstlerischen Ausbildung bei Heinrich Kropp, spricht über abstrakte Malerei, erklärt das Verhältnis von Farben und Formen in seinen Werken und erläutert, warum es sinnvoll ist, Kunst gerade auch in der Universität zu zeigen.*Nikolaus Hipp öffnet jeden Morgen die kleine Pilgerkapelle Herrenrast. Er lebt, wovon er in seinen Gemälden erzählt. Persönliche Aussagen und Empfindungen, das Ego, stehen zurück hinter der Wirklichkeit der stärksten Macht. Unbeirrt dient der Künstler dem grossen Ganzen, indem er den Platz, den er zugewiesen bekam, ausfüllt mit der Suche nach dem Besten, das er dazu beitragen kann.Kraftvoll sind die Handlungen im Beruf als Unternehmer, ohne Zaudern erfolgen jene in der Malerei. Nikolaus Hipp zeigt mit seiner Kunst, dass die Aspekte des Lebens, der Bezug des Menschen zum Kosmos erst diskutiert werden kann, wenn die Eigenart sichtbar gemacht wurde. Das Bewusstsein stärkt die Verankerung im Leben.

Nikolaus Hipp malt abstrakt. Abstrakte Formen lassen nicht mehr Interpretationsmöglichkeiten offen, nein, sie sind in den Aussagen sogar präziser. Es sind die Themen, die oft keine Namen tragen, die uns allen dennoch geläufig sind: Tag und Nacht, Spannung und Ruhe, das Kleine im Grossen, das weite Grau, Öffnung und Verschluss, hart und weich, Zwischentöne.

Der Künstler vermag aufzuzeigen, dass uns die Bilder alle betreffen. Er tut dies unaufdringlich. Er stellt einfach fest. Und die Freude, zum Leuchten zu bringen, was da Überwältigendes ist, nährt wiederum den Künstler und ist ihm Lohn.

Er ist ein Meister der Komposition. Alle Bilder sind in sich geschlossen. Die Formen sind zentriert oder ausgewichtet. Die Farben fangen sich gegenseitig auf, sollten sie einmal aus dem Rahmen zu fallen drohen.

Wie soll es gefasst werden, wie können wir es begreifen, jenes das unser Sein ausmacht? Was kann interpretieren und urteilen bringen? Dürfen wir es erleben, uns aufgehoben fühlen, uns eingeben in den göttlichen Plan?

Nicht mit Eitelkeit trennen, sondern mit Staunen annehmen! Glücklich, wer dies wie Nikolaus Hipp aufzeigen kann und weiss, dass diese Gabe Geschenk und Verpflichtung zugleich ist.*

Quelle:Pia Zeugin, Kunsthistorikerin,Basel, Schweiz


FOTOAUSSTELLUNG
Thomas Heymann | Jill Luise Muessig | Peter Georgi
BEGEGNUNGEN
Video anschauen
Ausstellungsdauer 12.08. – 16.09.2011
Vernissage 11.08.2011, Beginn 19.00 Uhr
Öffnungszeiten: Mo.- Do.: 10.00 – 20.00 Uhr | Fr.: 10.00 – 18.00 Uhr und nach Vereinbarung
über 0151-17267512
THOMAS HEYMANN
Photographie, griechisch: Lichtschreiben: In der deutschen Sprache wurde mit dem Wort Photographie seit etwa 1844 die Lichtmalerei bezeichnet. Malen mit Licht und Schatten: vor allem in der Schwarzweisfotografie, spielen diese beiden Gegensätze eine größere Rolle. Ein Ergebnis dieses Spieles sind Strukturen, die sich herauslösen, ohne den Bildinhalt zu vernachlässigen. Diese Sicht auf Strukturen, wie sie der Fotograf im Alltäglichen und im Besonderen hat, soll Anliegen dieser Fotografien sein.
JILL LUISE MUESSIG

StilllebenBlumen, Früchte, tote Tiere, Gläser, Porzellan, Silberwaren, Gipsabgüsse und Plastiken – seit fünfhundert Jahren sind Künstler und Betrachter von Stillleben fasziniert. Stillleben fordern die Schaulust heraus und lassen mit ihrer Rätselhaftigkeit den Betrachter fragend zurück.Jill Luise Muessig beschäftigt sich in ihrer neuen Werkreihe auf sehr komplexe Weise mit diesem Thema. Ihre auf den ersten Blick traditionell wirkenden Bilder offenbaren bei näherer Betrachtung ihre mehrfachen medialen Brechungen und Reflexionen.

In der Stillleben-Serie arbeitet Jill Muessig mit jeweils drei Bildebenen: einem fotografierten Stillleben-Motiv, dem fotografisch reproduzierten Rahmen und einem umlaufenden weißen Bildrand. Die von ihr arrangierten und fotografierten Stillleben orientieren sich an der niederländischen Malerei der Renaissance und des Barock. Für jede Fotografie wird ein passender alter Bilderrahmen aus dem Fundus der Künstlerin verwendet. Rahmen und Stillleben werden getrennt fotografiert und am Computer zusammengefügt. Der reproduzierte Rahmen wird somit zum Teil der Gesamtkomposition, die sich zuzüglich eines weißen Fotopapierrandes ergibt.

Die gewählte Präsentationsform des Diasec-Verfahrens lässt das Bild brillant und mit gesteigerter Tiefenwirkung hinter klarem Acryl erscheinen. Die Größe der Motive bezieht sich auf die verwendeten Rahmen, die immer 1:1 abgebildet werden.
Mit der Entscheidung für den weißen Rand erreicht die Künstlerin einerseits die gesteigerte Präsenz von farbigem Bildmotiv und dunklem Rahmen; andererseits tritt sie mit dem hervorgerufenen Eindruck einer Reproduktion als Autorin gleichsam einen Schritt zurück.

PETER GEORGI
Serie: Portugal – was am Ende bleibt.In den Fotografien von Peter Georgi spiegelt sich die Melancholie, die sich wie ein feiner Schleier seit dem Untergang der einstigen Weltmacht Portugal gelegt hat, wieder. Geblendet vom alten Glanz der Geschichte und der Verdrängung der einstigen Erfahrungen, erwacht ein neuer Traum vom Rande Europas in die Mitte der Welt zurückzukehren. Abseits der Metropolen, für die meisten nicht sichtbar, zeigt sich jedoch ein ganz anderes Bild. Eine Rückbesinnung auf eine ganz eigene Kulturgeschichte.

Werner Petzold – Ein Leipziger is coming back | 08.04.2011 – 29.07.2011Werner Petzold „TEATRO“, Acryl, 135 x 200, courtesy BODO W. HELLMANN FINE ART, Leipzig „Eine Zäsur in meinem Leben – das Jahr 1983. Nach einer abenteuerlichen Flucht aus der DDR gelangte ich zunächst an den Bodensee. Köln, Osnabrück und Hannover waren weitere künstlerische Stationen auf dem Weg nach Berlin Tiergarten, wo ich seit 20 Jahren lebe und arbeite. Charakteristisch für mein bisheriges Schaffen ist die Anwendung vielfältigster Stilmittel und Techniken in unterschiedlichen Bereichen der Kunst. So finden sich in meinem Werk sowohl Zeichnungen, Grafiken, Tafelmalereien als auch Altarbilder, Kirchenfenster und monumentale Wandbilder. Figurative und nonfigurative Malerei haben in meinem Oeuvre gleichrangige Bedeutung. Oftmals entstehen parallel oder aufeinanderfolgend Bildserien, die entweder in einem figürlichen oder abstrakten Stil gemalt sind. Ich bevorzuge spannungsvolle Bildkompositionen mit expressiver Farbdynamik. Solche Bilder erzeugen zuweilen kunstübergreifende Stimmungen. Ein Bild kann swingen, jazzen, rocken oder gar – im Idealzustand – die sichtbare Darstellung einer Fuge von Bach sein. Abstrakte Kunst entsteht in den abenteuerlichen Gefühlslandschaften des Unbewußten und ist auch nur auf diesem Resonanzboden rezipierbar. Im Gegensatz zu gegenstandslosen sind figurale Bilder ganz Abbild der Wirklichkeit. Es stellt sich die Frage, in welchem Aktionsfeld sich der Mensch bewegt. Die Bandbreite ist groß. Sie reicht vom Erhabenen und Schönen bis zum Abscheulichen und Hässlichen. In dem Bild TEATRO präsentieren sich die ‚ Helden‘ unserer Zeit auf dem Abenteuerspiel- platz WELT und fordern Applaus.“ (Quelle: Werner Petzold für BODO W. HELLMANN FINE ART)

 

Faszination Kunst V – Anna Tessenow | Torsten Pfeffer | Hassan Haddad | Natango Fietkau | 12.02.2011 – 25.03.2011

Anna Tessenow war Meisterschülerin bei Prof. Arno Rink, bei dem sie ihr Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig absolvierte. Sie stellt unser illusionistisches Raumgefühl mit gewöhnlich eingeübten Seh-Gewohnheiten durch ihr Spiel mit Perspektive in Frage. Ihre Malerei birgt durch die irreale Farbigkeit manche Reminiszenz an die starkfarbigen, perspektivisch ebenso gewagten geometrischen Landschaftsdarstellungen der amerikanischen Bay Area Artists der Sechziger des letzen Jahrhunderts, doch durch technische Perfektion und Klarheit bekennt sie sich unverhohlen zur schnörkellosen Leipziger Art der Sachlichkeit. Der 1977 geborene Leipziger Künstler Torsten Pfeffer präsentiert seine neuesten Gemälde. Seit früher Jugend ist er Schüler von Georg Brendel in Leipzig (Malerei / Zeichnung). Privatschüler bei Prof. Tadashi Sasaki in Aachen (Gitarre), Studium an der Hochschule für Musik Köln (Abteilung Aachen) und ab 2002 an der Hochschule für Musik Weimar bei Prof. C. Spannhof. 2004 – 08 Konsultationen bei Neo Rauch in Leipzig. Er lebt und arbeitet seit 2004 als freischaffender bildender Künstler und Musiker in Leipzig. Hassan Haddad wurde zu Beginn der 60er Jahre unweit von Bagdad geboren. Er erlebte unmittelbar die Ära Saddam Hussein, den 1.Golfkrieg und den 2.Golfkrieg sowie das anschließende zermürbende, für die Bevölkerung leidvolle und entbehrungsreiche Embargo. Er studierte in Bagdad Graphikdesign und Kunst und las Dostojewski. In dieser Zeit, als junger Mann, entdeckte und erlebte er die Zerrissenheit der menschlichen Seele im Konflikt mit den tradierten Moralvorstellungen und dem Glauben – einerseits das Streben nach Ruhe, Vollkommenheit und Harmonie, andererseits die unbändige Lust nach Unabhänigkeit, innerer Freiheit, nach Anarchie und Macht. Sein intellektuelles Interesse an der Dramatik des Menschseins in all seinen Facetten und eine unaufdringliche, gute Beobachtungsgabe schließen bei Hassan Haddad direkten politischen Aktivismus und praktisches Engagement aus. Er wurde Künstler. Er fand seine Sprache, sich auszudrücken, seine Ideen und Ansichten mitzuteilen, zurückhaltend Position zu beziehen, Was er bis jetzt nicht kann und will, ist, konkrete Botschaften zu vermitteln, Kunst plakativ als Waffe zu verstehen, auch nicht für ein guten Zweck. Denn er ist kein Kämpfer, und die Dinge sind für ihn komplizierter und verwickelter als es in einer Schwarz-Weiß-Draufsicht erscheint. Ein guter Künstler stellt Fragen, Antworten kann er nicht geben. Seine Bilder zeugen davon. Ansonsten bleiben seine Bilder melancholisch bis tieftraurig überschattet, die erdigen Töne, Tertiärfarben dominieren zum großen Teil, Braun- und Blaunuancen, Ocker. Die Menschen erscheinen oftmals nur wie Röntgenbilder oder geisterhafte Erscheinungen, verhüllt, zusammengedrängt, geduckt, verängstigt. Die Erinnerungen sind wach, verfolgen Haddad, z.B. das Sirenengeheul bei Luftangriffen, die Mutter, die ihr Kind schützend im Arm hält, verbrannte Erde, zerstörte Häuser… Der Künstler thematisiert diese Erinnerungen. Die künstlerische Verarbeitung und Umsetzung ist eine große Herausforderung, obwohl ihm wohl klar ist, dass er in Deutschland mit diesen Gemälden kaum auf Verständnis und Interesse oder sogar Anerkennung stoßen wird. Der Irak und Saddam Hussein, Krieg und Embargo… die Welt ist voll des Grauens, aber glücklicherweise ist für die Menschen hier alles so weit weg, und die Informationen sind spärlich. Das ändert sich im Jahr 2003 mit dem Einmarsch der amerikanischen Truppen in den Irak. Und wieder ist Krieg. Diesmal stehen die dramatischen Ereignisse über lange Zeit im Focus der internationalen Öffentlichkeit. Und Hassan Haddad ist nun Beobachter aus sicherer Entfernung wie alle anderen Deutschen auch. Aus dieser Distanz allerdings nehmen die Sorgen über die Lage im Land, die Ungewissheit über das Schicksal vor allem der nahe stehenden Menschen in der Heimat Phantom- und Albtraumcharakter an. Hilflosigkeit, Ohnmacht und Wut würden möglicherweise ins Leere oder gegen die Wand laufen, wenn der Künstler nicht seine Ausdrucksmittel nutzen und beherrschen würde. Der Künstler Natango Fietkau ist im Jahr 1953 als Claus – Peter in Lüneburg geboren. Studium der Philosophie und Politologie in Berlin. Selbstständiger Unternehmer und Ideenentwickler und Gründung der Gold + Grund AG Handel von Sachwerten. Vorstandsvorsitzender bis 2003. 2004 Autor des Handbuches für Kapitalanleger „Der Crash Berater“. Als Goldpreisexperte gefragter Studiogast beim Nachrichtensender N24. 2009 Autor des Ratgebers ‚Der Wohlstands Berater‘ 2006 erfolgte die Übersiedlung nach Leipzig und der Schwerpunkt seines Schaffens legte er nun auch auf die Malerei und es folgten etliche Ausstellungen sowie Ausstellungen Studienaufenthalte in Madrid, der Toskana, der Provence und Nidden. (Pressetext: BODO W. HELLMANN FINE ART | Galerie & Kunstauktion)

 

Rudolf Voigt | Personalausstellung- Würdigung eines Lebenswerkes | 25.09.2010 – 29.10.2010

Rudolf Voigt „Skatbrüder“, courtesy BODO W. HELLMANN FINE ART | Galerie & Kunstauktion, Leipzig „Erste Personalausstellung von Rudolf Voigt nach seinem Tod in Würdigung eines Leipziger Vertreters des skurrilen phantastischen Realismus. Wir präsentieren eine Auswahl aus dem umfangreichen Schaffen des Künstlers. Durch unsere Auswahl aus einem Fundus von 2500 Zeichnungen und Grafiken sowie 400 Gemälden ermöglichen wir es, einen Gesamteindruck zu bekommen. Rudolf Voigt, der 1949 die Ausbildung seiner bildnerischen Fähigkeiten in Form privater Studien bei Elisabeth Voigt und Max Schwimmer abschloss, hinterließ ein durch Jahrzehnte reichendes, umfangreiches Werk als Zeichner, Grafiker und Maler. Als neugieriger Mensch probierte er vieles aus, nicht nur hinsichtlich der Thematik seiner Arbeiten, sondern auch in Bezug zur Vielgestaltigkeit, der von ihm verwendeten Techniken. So finden wir bis in kleinste Detail minutiös gemalte Bilder, pastöse Malereien, große farbige Bildkollagen aus besonders ausgewählten Tapetenteilchen und Stilleben, deren Grundierung mit feinem Sand durchmischt wurde, so dass eine fast greifbare Oberfläche entstand. Das grosse Interesse und die Freude an der handwerklichen Seite künstlerischer Arbeit zeigt die Bandbreite, über die dieser Künstler hinsichtlich der technischen Möglichkeiten verfügte. Die offensichtliche Freude, für seine Bildgestaltung auch unübliche Vorgehensweisen auszuprobieren, dürfte wohl neben der Grundlegung in seinem Talent auch in die Wahl seines Lebensberufes begründet sein. Rudolf Voigt ist sozusagen ein Leben lang als Kunsterzieher tätig gewesen. Aus der Fülle seiner Arbeiten, wobei neben den Bildern noch die Vielzahl der Zeichnungen, die häufig als Studien oder Vorarbeiten in Verbindung zu den Gemälden stehen, und nicht wenige druckgrafische Werke unbedingt zu benennen sind, tritt dem Betrachter ein ungewöhnlich interessierter Mensch entgegen. Offen, zugleich betroffen und bedrückt, steht er den Problemen der Gegenwart in der Welt gegenüber, sieht schmerzerfüllt den Missrauch, den Zeitgenossen mit den natürlichen Ressourcen treiben, schafft Bildpaare, die Gegenwart und eine denkbare Zukunft danach zum Gegenstand haben. In andren Werken versucht er die Verzweiflung Einzelner angesichts die unentrinnbaren Eingespanntseins zwischen dunklen Mächten zu gestalten, die sich hinter und grimmigen Masken verbergen, strebt danach, ein Bild für die Daseinslage der Menschen im östlichen Deutschland seit 1989 zu finden, das hochfliegende und bald enttäuschte Erwartungen zusammenfügt mit der unbarmherzigen Realität und weiß um das Unvermögen als Künstler eingreifen zu können. Seine Macht endet mit der Fertigstellung des Bildes und nun ist es dem Betrachter überlassen und seiner Erlebnisfähigkeit, seinem Wollen, sich auf Bilder einzulassen und seine Sensibilität, Bildsignale empfangen zu können. Gerade hier findet sich bei Rudolf Voigt der Ansatz zu skurrilen Elementen, um durch Übersteigerung, gewollte Umformung von Proportionen, Brechung gewohnter Sichtweisen den Betrachter aus der Routine der Bildaufnahmen herauszureissen. In seinen Gestaltungsweisen sind klassisch realistische Züge ebenso zu finden, wie neusachliche oder surrealistische Anklänge. Die eigene Handschrift ist dagegen verborgen, es bleibt zu vermuten, dass es ihm daran in erster Linie nicht zu tun war. Seine Werke sollten als Mitteilung verstanden werden. Sucht der Betrachter dennoch nach Eigenheiten, dann wird er Erzählfreudigkeit und Leidenschaft für Skurriles entdecken und dabei sehr bald auf die ‚Narrenzüge‘ des Künstlers stossen. Buntfarbigkeit des Lebens, heitere Gelassenheit, derber Humor, fröhliches Treiben, makabere Absonderlichkeiten, Unalltägliches, Schelmenhaftigkeit – Rudolf Voigt ein fabulierender Erzähler.“ (Pressetext: BODO W. HELLMANN FINE ART | Galerie & Kunstauktion)

 

 

Faszination Kunst IV | 4. Juni bis 28. August 2010

In unserer Ausstellung präsentieren wir ausgewählte Arbeiten aus vier Jahrhunderten Malerei. Es wird eine eindrucksvolle Spannweite gezeigt, die reizvolle Momente beim Betrachten bieten wird. Werke von Norbert Wagenbrett, Torsten Pfeffer, Shirin Donia, Anna Tessenow, Natango Fietkau, TASSO, Marina Fetting, Werner Tübke, Willi Sitte, Frank Ruddigkeit, Patrick Fauck, Friedrich Karl GOTSCH (1900-1984) stehen im Spannungsfeld zu Werken von Antonio Bellucci (Umfeld) 18.Jhd., Walther Firle (19.Jhd.), Max Thedy (1858–1924), Gotthardt Kuehl (1850-1915), Adriaen de Gryeff (Antwerpen um 1670-1715 Brüssel) Umkreis, Anna Lynker (1834 – 1893), Julius Zermati (19.Jhd.) und Ferdinand LEPIÉ (1824-1883). Das von uns in Leipzig präsentierte Werk von Gotthard Kuehl ist ein bedeutendes Hauptwerk des deutschen Impressionismus. Erst kürzlich wurde es in der Kunsthalle Bielefeld gezeigt, anlässlich der Ausstellung „Der Deutsche Impressionismus“ (22.11.2009 – 28.02.2010). Dort wurde Kuehl als letzter Schüler Ludwig Richters als Meister des genreartig inszenierten, lichtdurchfluteten Innenraums vorgestellt. Gotthard Kuehls Interieurmotive umfassen sowohl die bürgerliche Wohnungsidylle und das Studierzimmer als auch eine Braudiele in Lübeck sowie spätbarocke Kirchenräume. Max Thedy, einer der bedeutendsten Vertreter der Weimarer Malerschule, ist mit zwei außergewöhnlichen Supraporten Die Schätze einer Dame und Die Sammlung eines Herrn vertreten. Beide Werke, die um 1880 entstanden sein durften, wurden anlässlich einer Personalausstellung von Max Thedy im Stadtmuseum Weimar ausführlich beschrieben. Der herausragende Münchner Maler Walter Firle ist mit einem Schlüsselwerk vertreten. Sein erstes großes Bild Morgenandacht in einem holländischen Waisenhause entstand nach einer Reise in die Niederlande. Das Studium der alten niederländischen Meister war für Firles weitere künstlerische Entwicklung ausschlaggebend. Das Gemälde Die Sonntagsschule vollendete er nur wenig später. Firles Werke zeigen neben religiösen Darstellungen zahlreiche Porträts des Adels seiner Zeit. Der 1890 zum königlichen Professor berufene Maler studierte an der Münchner Akademie.

 

Frank Hauptvogel und Katja Neubert | 10. Juni bis 20. September 2010

Frank Hauptvogels ( Meisterschüler von Prof. Arno Rink ) Bilder lassen seinen Bezug zur Leipziger Schule erkennen. Die Inhalte seiner Bilder entstehen durch persönliche Gefühle während der Arbeit und bilden dadurch eine Einheit von Mittel, Komposition, Form und Farbe. Mit der Konzentration auf einen einzigen Moment des Erlebens, des Empfindens, erreicht der Künstler einen unmittelbaren und nachhaltigen Eindruck. Das Fühlen soll konkret werden, keine Beliebigkeit haben. Gefühle sollen übertragbar sein und im Betrachter wirken.

Katja Neubert, Jahrgang 1983 ( Dessau )
2001 Spezialistenlager für Kunst in Halle 2004 Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden im Fach Theaterplastik 2007 Bildhauersymposium auf Hiddensee 2008 Symposium auf Hiddensee, Holzschnitt und Zeichnung 2009 Holzbildhauersymposium im Vogtland, Sonderpreis 2010 Bildhauerstudium an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein Halle

SHOWROOM in der Stadtvilla Fritz- Seger- Str. 21 | 04155 Leipzig | Praxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie Dr. Christopher Wachsmuth

 

Faszination Kunst III | Dimitri Vojnov | Anna Tessenow | Natango Fietkau | Shirin Donia | 2o. März bis 22. Mai 2010

WIELAND RICHTER | Farbrausch ferner Welten | 06.12.2009 – 14.02.2010 

Erstmals in Leipzig präsentiert die Galerie Fine Art Arbeiten des Dresdner Künstlers Wieland Richter. Im Fokus dieser Sonderausstellung steht eine umfassende Auswahl seiner Werke über zwei Etagen. Mit der Natur als Ausgangspunkt und einem enormen Potenzial zum Träumerischen lösen sich seine Motive zunehmend vom Gegenständlichen. Beeindruckende farbenreiche Phantasielandschaften, die tief aus der Sehnsucht nach Unbekanntem und Fernem entstanden, beherbergen Figuren und geheime Botschaften aus archaischen Kulturen. Wieland Richter spielt mit künstlerischen Mitteln, wie ein Komponist bei der Inszenierung seiner leisen Sinfonie, die verschiedene Instrumente behandelt. Freuen Sie sich auf unheimlich poetische und berauschende Traumwelten, die trotz geräuschlosem Einklang so bewegt wirken, als könnten sie ganze Geschichten erzählen.

 

Sonderausstellung mit Jan Zaremba nur am 27.12.09

Galerie Fine Art präsentiert japanische Tuschmalerei
Am 27.12.09 um 15 Uhr ist es möglich, eine Live-Demonstration dieser im ganzen asiatischen Raum hoch geschätzten Kunst zu sehen. Herr Jan Zaremba wird während der Vorführung seine Kunst und die zugrunde liegende Philosophie östlicher Malerei erläutern. Der 1941 in Leipzig geborene und seit 1960 in den USA lebende Maler Jan Zaremba ist der einzige Deutsche, der den Titel „Master of Sumi-E“ trägt. Sumi-E ist die aus der Zen-Tradition kommende Form der Tuschmalerei, die vollständige Konzentration und hochgradige Beherrschung des Materials erfordert.

 

 

Faszination KunstII | 18.Oktober – 29.November 2009

Einen etwas anderen Blick auf die Leipziger Schule bietet ab dem heutigen 18. Oktober die Galerie Fine Art in ihren neuen Räumlichkeiten bei Dr. Fingerle Rechtsanwälte. Im Rahmen der noch bis Dezember laufenden Ausstellung „Faszination Kunst“ wird zu einer spannenden Schau ausgesuchter Arbeiten geladen. Hier eröffnet sich für Kunstinteressierte die unikale Möglichkeit den „Malerfürsten“ Werner Tübke im Spannungsfeld zu Werken seiner Tochter Claudia Tübke und seiner zweiten Frau Angelika Tübke sowie seines Schülers Eberhard Lenk zu erleben. Weitere Werke werden von Prof. Willi Sitte, Prof. Frank Ruddigkeit, Gudrun Brüne und dem Rink-Meisterschüler Frank Hauptvogel präsentiert. So findet man sich wieder vor dieser jungen Frau mit ihrem schönen purpurnen Mund. Vor einem scheinbar unfertigen Hintergrund ist sie im Dreiviertelprofil leicht in die rechte Bildecke versetzt. Erstaunlich, wie ungemein beruhigend ihre passive Haltung auf die seltsame Nervosität des Grundes wirkt. Mit gerader Haltung – die rechte Hand sanft auf der linken abgelegt und das Gesicht frontal – schaut sie den Betrachter direkt an. Schlicht gehaltene Kleidung, die ihre Eleganz und Raffinesse mittels eines feinen, gezielt gesetzten Musters erhält. Ihr Blick strahlt eine solche Sensibilität und gleichzeitig innere Kraft aus, dass man einen Moment verharren muss, in der Hoffnung einen Gedanken von ihr erahnen zu können. Willi Sitte: Der General. Dieses 50er-Jahre-Werk ist ein besonders eindrucksvolles Beispiel für Tübkes technische Virtuosität im Bund mit erstaunlichem psychologischem Einfühlungsvermögen, was gewiss auch auf sein Studium der Kunsterziehung und Psychologie in Greifswald von 1950-52, sowie seine damalige Auseinandersetzung mit dem spanischen Barockmaler Diego Velázquez zurückzuführen ist. Ebenso mit dem Prädikat ‚technische Perfektion’ versehen ist die Malerin und Grafikerin Angelika Tübke, die insbesondere für die Entwicklung der „Neuen Leipziger Schule“ wichtig wurde. Von ihr können sechs sehr feine Zeichnungen in der Galerie bestaunt werden, die allesamt Ideale der Renaissance erkennen lassen. Aus einem Studienaufenthalt in der Sowjetunion um 1961 entstand eine Reihe von Silberzeichnungen, die das einfache Leben der bäuerlichen Familien behandeln und eine einzigartige Ruhe ausstrahlen. Tatsächlich aus der Hand eines Altmeisters der Frührenaissance scheint die „Diana“ des Berliner Künstlers Eberhard Lenk zu sein. Spätestens seit seiner Mitwirkung am Monumentalbild Werner Tübkes zur „Frühbürgerlichen Revolution in Deutschland” in Bad Frankenhausen ist dieser nicht mehr nur ein Geheimtipp unter Kunstliebhabern. Die Grundierungstechnik und der Goldüberzug, die an Muskelstudien erinnernde Erscheinung des Stieres, ein mythologisches Thema umgesetzt in der alter Manier, lassen hier ebenso keinen Zweifel an Vorbildern. Letztlich besonders spannend verspricht der Vergleich zwischen Vater und Tochter Tübke zu werden. Claudia Tübke studierte Kunst und Germanistik in Greifswald und war vor ihrer mittlerweile freischaffenden Tätigkeit als Malerin und Grafikerin, Theatermalerin und Opernchorsängerin an verschiedenen Theatern in Eisenach, Greifswald und Stralsund. Eine Auswahl ihrer stimmungs- und kraftvollen Ölgemälde aber auch einige Grafiken kann man nun also erstmalig in Leipzig in einem Raum mit solchen ihres Vaters bewundern.

 

Personal-Ausstellung von Knut-Peter Hoffmann | 4. Februar bis 28. Februar 2009

Galerie Fine Art Leipzig präsentiert Arbeiten des Leipziger Malers Knut-Peter Hoffmann Wenn Sie einen Fleck an der Wand intensiv betrachten, ist es nur eine Frage der Zeit, bis Sie darin ein Gesicht, eine Erdbeere oder etwas ganz anderes erkennen, sagt Knut-Peter Hoffmann und erklärt damit zugleich das Innenleben seiner Werke. In diesen spielt er mit Formen, Richtungen und Volumen. Dabei verlangt er allem eine Kausalität ab.

 

Personal- Ausstellung von Eberhard Lenk | 14. bis 30.01.2009

Galerie Fine Art Leipzig präsentiert in Neujahrsausstellung Arbeiten des renommierten Malers und Grafikers Eberhard Lenk
Spätestens seit seiner Mitwirkung am Bauernkriegspanorama Werner Tübkes in Bad Frankenhausen ist der Maler Eberhard Lenk nicht mehr nur ein Geheimtipp unter Kunstliebhabern. In einer Sonderausstellung präsentiert die Galerie Fine Art Leipzig von 14. bis 30.01.2009 eine exklusive Auswahl faszinierender Arbeiten aus dem Oeuvre des Künstlers. Die ausgestellten Geälde und Grafiken ermöglichen einen Einblick in das vielfältige Schaffen des Perfektionisten Lenk, darunter auch viele neue Arbeiten die erstmals zu sehen sein werden. Der 1951 in Zwickau geborene Eberhard Lenk studierte von 1972-1977 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei den Professoren Volker Stelzmann und Heinz Wagner. Als freiberuflicher Maler arbeitete er von 1982 bis 1987 mit Werner Tübke an dessen Monumentalbild in Bad Frankenhausen, anschliessend für das Postmuseum und das Neue Museum in Berlin. 1988 erhielt Lenk den Kunstpreis der DDR. Es folgten Ausflüge in die Bühnenmalerei, die Restaurierung und das Galeriewesen. Heute lebt und arbeitet der Künstler bei Berlin.

 

Faszination Kunst I | 1.12.2008 bis 12. Januar 2009

Die Galerie Fine Art lädt ein zu einer Reise durch die Welt der Bilder
Eine Gelegenheit der besonderen Art eröffnet sich Kunstinteressierten in den Ausstellungsräumen der Leipziger Galerie Fine Art. Im Rahmen einer Sonderausstellung präsentiert die Galerie Fine Art ausgwählte Werke Deutscher Kunst des 19. bis 21. Jahrhunderts aus ihren Magazinen für Liebhaber anspruchsvoller Malerei, Grafik und Skulptur. Den Besucher erwarten Werke namhafter Vertreter der Leipziger Schule wie Mattheuer, Lenk, Hauptvogel und Goetze sowie ein Querschnitt aus Genre- und Landschaftsmalerei des 19. bis 20. Jahrhunderts. Neben Malerei und Grafik sind auch zeitgenössische Skulpturen u.a. von Gabriele Messerschmidt, Janne-Margo König oder Stefan Seidel zu sehen. Die Ausstellung hat geöffnet vom 1.12.2008 bis 12. Januar 2009 von Dienstag bis Freitag 10-18 Uhr und samstags von 10-16 Uhr

 

Gruppenausstellung zum 1.Leipziger Künstlerstammtisch | 31. Juli 2008 bis 16. August 2008

Es stellen 6 Leipziger Künstler ihre neuesten Arbeiten aus. Die Künstler geben einen aktuellen Überblick über ihr derzeitiges Schaffen in der Leipziger Kunstszene. Die Arbeiten gehören verschiedenen Stilrichtungen an. Von der Leipziger Schule, über Crashismus und Illusionsmalerei zur Fotografie. Ausstellende Künstler sind:
Frank Hauptvogel – Meisterschüler von Prof. Arno Rink
Natango Fietkau – Künstler und Gründer der Künstlergruppe die „Crashisten“
Rebecca Henkel – Kollage und Illusionsmalerei
Bernhard Wiesbeck – Künstler und Publizist
Alexander Karawanskij – Künstler
Julia Rössner – Freie Fotografin und Künstlerin

 

Thomas Oberbuchner | StadtLandschaften in und um Leipzig | 31.Mai bis 27.Juni 2008

Wann ist man Leipziger?
Der gelernte Dolmetscher Thomas Oberbuchner lebt seit 25 Jahren in Leipzig, begann sogleich mit Fotografie sich die hiesige Landschaft zu eigen zu machen. Seit mehr als einem dutzend Jahren bündelt er Umliegendes auch mit Ölfarben auf Leinwand und entdeckt dabei seine Liebe zu pastosem Auftrag, klaren Sujets sowie eingehenden Kompositionen von lebendigen Gebäuden und dem Reiz ursprünglicher Natur. So werden seine Augen-Blicke zu Momentaufnahmen, wo die Zeit angehalten scheint und eine tiefe innere Ruhe ausstrahlt: Kraft- und Sinnesquell fьr eine Pause, zum Innehalten vor dem nächsten, unweigerlichen Weg in die Moderne, zurück ins Menschengetümmel. Wohnhäuser und Fabrikbauten mit unverwechselbarem Gesicht, aber wechselvoller Geschichte, mit den Brücken durch die Zeit verbunden, über die Menschen seit Jahrzehnten ihre Schritte lenken oft, ohne die eigene Schönheit dieser Anblicke geniessen zu können. Landschaften, die uns unmittelbar umgeben und doch nicht unbedroht sind. Aber Oberbuchner ist mehr als ein Bewahrer: Nebel, fliessendes Wasser oder Schnee verzaubern den Betrachter, blühende Bäume lassen uns leckere Früchte fьr den Herbst ahnen, selbst die untergehende Sonne vor dem Panorama der heimischen Stadt erinnert an den eigenen Lebensrhythmus oder geht sie erst auf? Der Ausbilder von Schriftsetzern und Mediengestaltern in Leipzig spürt in seiner kargen Freizeit eigene Plätze auf und findet sie als Leipziger mit liebevoller Handschrift.

 

Galerie Fine Art zu Gast in der Baumwollspinnerei Leipzig | Farbregen im Rostwald, Malerei und Skulptur im Zwiegespräch – Albert M. Pümpel & Veronika E.M. Blum | 1. Mai 2008 bis zum 6. Juni 2008 

 

 

Ausstellung Heinz Mutterlose | 16.02.- 13.03.2008 

Ein vielseitiges Werk oft farbtrunkener Bilder hinterliess der Schkeuditzer Künstler Heinz Mutterlose (1927-1995), das von vitalen Landschaften, expressiven Stilleben bis hin zu Porträts reicht. Neben Zeichnungen, Radierungen und Lithografien sind es immer wieder Aquarelle und Ölbilder, die den Betrachter in ihrer Lebendigkeit und Dynamik fesseln. Ganz besondere Ein- und Ausblicke aus seinem fünfzigjährigen Schaffensprozess bietet die Ausstellung, deren Auswahl anrührende Aktdarstellungen und Landschaftsimpressionen seiner Reisen zeigt.

 

Ausstellung Bernhard Wiesbeck | vom 10.12.2007- 10.02.2008

Am Montag, 10. Dezember, wurde die „Tropische Winterausstellung“ in unserer „Galerie Fine Art“ eröffnet. Die farbenfrohen Acrylbildern sind Eindrücke und Stimmungen unzähliger Tauchgänge und langjähriger Aufenthalte in Nordamerika, Südostasien, der Karibik und im Indischen Ozean.

 

Willi Sitte -Menschen-Bilder | Ausstellung vom 20.10.- 24.11.2007 

Am Sonnabend, dem 20. Oktober wurde die Ausstellung -Willi Sitte: Menschen – Bilder in den Räumen unseres Hauses eröffnet. Zahlreiche Leipziger Kunstfreunde nutzten die Gelegenheit, die einundzwanzig ausgestellten Gemälde des berühmten Hallenser Künstlers schon am Eröffnungstage zu sehen, und schon an den beiden Tagen zuvor, noch während des Aufbaus, hatten viele Neugierige einen Blick in die Ausstellung geworfen.
Willi Sitte gehört zu den wichtigsten bildenden Künstlern der Gegenwart. Ein grosser Teil des Gesamtwerkes befindet sich heute in Merseburg im Besitz der Willi-Sitte-Stiftung für realistische Kunst. Die von Frau Sarah Rohrberg kuratierte und von der Willi-Sitte-Stiftung für realistische Kunst unterstützte Ausstellung gibt einen Einblick in das malerische Schaffen Sittes während der vergangenen zwei Jahrzehnte. Wie die präsentierten Werke zeigen, ist das wichtigste Anliegen Willi Sittes nach wie vor die Darstellung der Menschen mit all ihren Leidenschaften, Hoffnungen, Freuden, aber auch mit ihren Schmerzen und Ängsten. Sitte ist nicht nur ein hervorragender Techniker, sondern vor allem ein genauer Beobachter, seinen Figuren manchmal beinahe schmerzhaft nahe, aber ohne sich aufzudrängen – selbst in intimsten Momenten. Die besondere Beachtung der Gäste der Eröffnung fanden das vor kurzem schon in Erfurt ausgestellte monumentale Gemälde Andalusische Nächte und ein Selbstbildnis mit Bild“ aus dem Jahre 1994.

 

 

Kunstausstellung *Leipziger Künstler* | 15. Mai bis 2. Juni 2007 

Gezeigt werden Arbeiten in Holz und Stein des Bildhauers Rainer Strege und Gemülde von Sven Arndt. Beide Künstler sind in Leipzig und Umgebung bekannt – Strege vor allem durch seine Arbeiten im städtischen Raum, Arndt durch zahlreiche Ausstellungen. Dem entsprechend gut besucht war die Vernissage – wieder zeigte sich das Leipziger Publikum informiert und interessiert. Die Ausstellungsmacher haben es wieder verstanden, durch die Kombination sehr verschiedenartiger Kunstwerke anregende Kontraste zu schaffen. Die auf wenige Kunstwerke konzentrierte Auswahl lässt den einzelnen Werken genug Raum, was vor allem den Skulpturen Streges gut bekommt. Seine drei feinen, zurückhaltend farbig gefassten Marmorreliefs sind die sicher zuerst ins Auge fallenden Attraktionen der Ausstellung. Arndts Gemдlde bilden die passende Umgebung. Städtische Szenen finden sich neben Landschaftsdarstellungen, oft ebenfalls in zurückhaltender Farbigkeit. Die Werke Arndts erschliessen sich erst beim zweiten und dritten Betrachten – und gleichen darin den Skulpturen Streges. Auf die weitere Entwicklung beider Künstler darf man gespannt sein.

 

 

Gruppenausstellung Leipziger Künstler | 28.02.bis 15.04.2007 

Ausstellungsleiterin Rommy Arndt stellte Karin Pietschmann, Elvira Birgit Speer, Frank Eissner und Knut-Peter Hoffmann kurz vor und eröffnete dann die Ausstellung. Die ausgestellten Werke fanden durchgehend grosse Zustimmung, vielleicht auch, weil die grossformatigen, farbenprächtigen Gemälde Hoffmanns einen wirkungsvollen Kontrast bilden zu den feinsinnigen Radierungen Pietschmanns, den sorgfältig komponierten, dekorativen Arbeiten Eissners und den Skulpturen Speers.